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RWJ 12/2020: Invasive Arten

Waschbär, Marderhund und Mink breiten sich aus

Waschbär, Marderhund und Mink sind auf der EU-Liste der invasiven Arten zu finden. Daraus ergibt sich für Deutschland die Pflicht, diese Arten einzudämmen.

dt grafik waschbaer tierischer einwanderer

Besonders effektiv geht das mit der Fangjagd. Der DJV fordert deshalb von der Politik, Beschränkungen aufzuheben und heimische Artenvielfalt nach Kräften zu fördern. Die Autoren der jüngst vorgelegten Roten Liste für Säugetiere empfehlen beispielsweise, Neozoen wie den Waschbär in Schutzgebieten deutlich stärker zu bejagen.

 

 

Politik blockiert

Das Bundesamt für Naturschutz und die Bundesstiftung Umwelt allerdings lehnen dies bisher ab. Das Hessische Umweltministerium will sogar die Finanzierung von „aktivem Prädatoren- Management aus Naturschutzmitteln“ künftig verhindern. Ein Bärendienst für den Artenschutz!

 

Und das, obwohl der Waschbär inzwischen in 57 Prozent der deutschen Reviere vorkommt – mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu 2006. Der ostasiatische Marderhund lebt in 38 Prozent der Reviere. Das sind knapp drei Viertel mehr Reviere mit Sichtungen (+ 74 Prozent) als noch 2006. Weniger stark verbreitet ist der aus Nordamerika stammende Mink. Er ist an Gewässer gebunden und kommt bundesweit gesehen in acht Prozent der Reviere vor – zwei Drittel mehr als 2006.


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