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RWJ 05/2020: Was ist noch erlaubt?

Kitzrettung in Zeiten der Corona-Krise?

Gemeinschaftliche Kitzrettung ist aufgrund der Kontaktverbote nur eingeschränkt möglich. DJV und Norddeutsche Wildtierrettung geben Tipps, was trotzdem getan werden kann, um Kitze vor dem Mähtod zu bewahren.

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Die Brut- und Setzzeit ist bereits in vollem Gange. Bald werden die ersten Rehkitze gesetzt. Gleichzeitig bereiten Landwirte den ersten Grünschnitt im Jahr vor. Kitze, andere Jungtiere und Gelege von Bodenbrütern sind dadurch besonders gefährdet. DJV und der Verein Norddeutsche Wildtierrettung erläutern, wie Kitzrettung trotz Kontaktverboten aufgrund der Corona- Krise möglich ist. Die Pandemie erschwert in diesem Frühjahr den praktischen Tierschutz: Rechtsverordnungen in den Ländern schränken den Kontakt zwischen Menschen stark ein. Gefordert wird etwa ein Mindestabstand von anderthalb Metern, der Aufenthalt im Freien ist nur mit einer weiteren Person erlaubt. Ausgenommen sind lediglich Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Groß angelegte Wiesen-Suchaktionen fallen aus – was derzeit möglich ist:

 

Absuchen der Wiese mit Hund

Erlaubt – sofern Führer und Hund allein unterwegs sind. Ebenfalls möglich: Mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person aktiv werden – unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 m oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

 

Verboten: Das Absuchen einer Fläche in einer Gruppe oder Menschenkette.

 


Aufstellen von Vergrämungsmaßnahmen

Erlaubt – sofern Person allein unterwegs ist, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die Arbeit ist auch möglich mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 m. Oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands.

 


Absuchen der Flächen mit Drohnen

Erlaubt – wenn das Team (Drohnenpilot, Wildbeobachter) völlig getrennt vom zweiköpfigen Tierrettungsteam arbeitet. Die Mitglieder beider Gruppen müssen jeweils den Mindestabstand von 1,5 m einhalten.

 

Die Teams halten vor, während und nach dem Einsatz ausschließlich Kontakt über Telefon oder Funk. Wichtig: Als Pilot benötigt man einen Drohnen-Führerschein, wenn die Geräte wegen ihrer technischen Ausstattung mehr als 2 kg wiegen.

 

Weitere Informationen: www.norddeutsche-wildtierrettung.de


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