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RWJ 04/2021: Gute Nachrichten zu Ostern

Hasen-Hoffnungen

Mehr als 14 Feldhasen/km2 Feld und Wiese leben in Deutschland. Besonders viele gibt es im Nord- und Südwesten. Drei trockenwarme Frühjahre in Folge sorgen für positive Entwicklung.

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Die Feldhasen profitieren von den warmen Frühjahren der letzten Jahre. Foto: SEifert/DJV

Etwas mehr als 14 Feldhasen pro km2 Offenland lebten im Frühjahr 2020 durchschnittlich in Deutschland – zwei mehr als im Vorjahr. Damit hält der leichte Aufwärtstrend seit vier Jahren an. Begünstigt wurde der ursprüngliche Steppenbewohner durch warmes, sonniges Wetter: Im Herbst zählten Jäger 25 Prozent mehr Tiere als im Frühjahr. Das sind die vorläufigen Ergebnisse des Monitorings in bundesweit 460 Referenzgebieten, die der Deutsche Jagdverband (DJV) Mitte März veröffentlichte.

 

Wegen der Einschränkungen durch Corona sank die Beteiligung gegenüber 2019 um ein Fünftel.

 

 

Hasen-Mekka im Nordwestdeutschen Tiefland

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Die Unterschiede der Besätze sind je nach Großlandschaft stark ausgeprägt – Spitzenreiter sind das Nordwestdeutsche Tiefland und Südwestdeutsche Mittelgebirge (18/km2), im Nordostdeutschen Tiefland leben die wenigsten(5/km2). Im Schnitt zählten die Jäger 2020 im Herbst mehr Hasen als im Frühjahr, diese sog. Nettozuwachsrate ist ein Gradmesser für die Fitness der Population. Erfreulich – in allen Großlandschaften war der Wert 2020 positiv. Im Nordwestdeutschen Tiefland war der Zuwachs (+ 27 Prozent) am größten, im Bundesschnitt (+ 25 Prozent) lagen Westdeutsches, Südwestdeutsches u. Ostdeutsches Mittelgebirge (s. Grafik).

 

 


Witterung gut, Lebensraum ausbaufähig

Feldhasen profitierten erneut vom Wetter, so zählte das Frühjahr 2020 laut Deutschem Wetterdienst zu den sechs niederschlagsärmsten, der April sogar zu den sieben wärmsten seit 1881.

 

Günstige Witterung allein reicht aber nicht für langfristig stabile Bestände. So belegen Wissenschaftler, dass große zusammenhängende Felder negativ sind – im Inneren fehlt passender Lebensraum ebenso wie krautreiche Feldränder, die Nahrung bieten.

 

Besonders Maisfelder meiden Hasen. Mehrjährige Brachen mit wertvollen Wildkräutern sind innerhalb eines Jahrzehnts von fast 9 000 auf etwa 3 000 km2 geschrumpft. Der DJV fordert deshalb, dass Landwirte unbürokratisch entlohnt werden, wenn sie etwa Blühstreifen mit Wildkräutern anlegen.

 

 


Fangjagd ist wichtig

Maßgeblich zum Überleben von Hasen ist neben Witterung und Lebensraum die Zahl der Raubsäuger, so gilt es v. a., Fuchs und Marder intensiv zu bejagen. Dazu sind auch Fallen notwendig. Der DJV fordert im Sinne des Artenschutzes ein klares politisches Bekenntnis zur Fangjagd.

 

Wissenschaftler werten jährlich Daten zum Feldhasen aus bundesweit verteilten Referenzgebieten für das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) aus. Damit dokumentieren Jäger und Wissenschaftler seit 2001 die bundesweite Entwicklung der Feldhasenbestände. Grundlage sind sog. Scheinwerfertaxationen im Frühjahr und Herbst: Dabei zählen Jäger nachts Hasen mit normierten Scheinwerfern auf festgelegten Strecken, Wissenschaftler werten die Daten anschließend aus. Weitere Info: WILD-Monitoring u. -Jahresberichte, info@djv-service.de, www.djv-shop.de


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