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RWJ 04/2020: Internationaler Tag des Waldes

Gemeinsam für klimastabilen Wald

Jäger sind Partner der Waldbauern. Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes Ende März macht der DJV auf die Herausforderung des Waldumbaus aufmerksam.

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Dürre, Stürme, Insekten und Waldbrand haben den Wald bundesweit auf einer Fläche in der Größe des Saarlandes stark geschädigt. Etwa sechs Milliarden Bäume müssen gepflanzt werden. Die Jäger sehen sich dabei als Partner der Waldbauern: Eine verstärkte Jagd in den Aufforstungsflächen ist notwendig. Gleichzeitig warnt der DJV vor Pauschalforderungen. „Jagd ist nicht das Allheilmittel”, sagt DJV-Vizepräsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff. Waldbauern müssten viel Zeit und Geld in Pflege- und Schutzmaßnahmen investieren, so Dr. Wellershoff. Die Herausforderung: In den vergangenen 30 Jahren wurde bundesweit deutlich über die Hälfte der Mitarbeiter im Forstbereich entlassen. Damit sich der Wald wirtschaftlich rechnet. Das Ziel des angestrebten Waldumbaus sollen klimaresilliente Wälder sein – mit einer hohen Arten- und Altersvielfalt.

 

Der DJV macht deutlich, dass sich die angestrebte Artenvielfalt nicht auf wenige Baumarten beschränken darf. Vielmehr benötigen Wälder strukturreiche Flächen und Ruhezonen mit Kräutern, Gräsern und Büschen. Diese sind Lebensraum für Tiere vom Hirschkäfer bis zum Rothirsch. Jäger haben im vergangenen Jagdjahr über 1,2 Mio. Rehe, 77 000 Stück Rotwild und 65 000 Stück Damwild erlegt. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Jäger haben damit ihre gesetzliche Aufgabe erfüllt und sorgen für einen gesunden, artenreichen Wildbestand.

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