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RWJ 08/2021: DJV-Nachrichten

Erstmals ASP bei Hausschweinen in Deutschland

DJV fordert Platz für Jäger im zentralen Tierseuchen-Krisenstab, Behörden aller Ebenen müssten jetzt effektiv zusammen arbeiten und die Wildbret-Vermarktung vereinfacht werden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals in Hausschweinbeständen in Deutschland nachgewiesen worden. Die Tierseuche hat die nächste Eskalations-stufe erreicht. Das Land Brandenburg ist offensichtlich überfordert mit dem Krisenmanagement. Der DJV fordert, die Jäger endlich in den zentralen Krisenstab Tierseuchen einzubeziehen.

ASP-Bekämpfung ist eine nationale Aufgabe: „Behörden auf kommunaler, Landes- und Bundesebene müssen dringend effektiver zusammenarbeiten“, sagte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning, die Politik müsse aufhören, den Schwarzen Peter über Zuständigkeiten hin und her zu schieben.

Böhning mahnte eindringlich bessere politische Rahmenbedingungen zur Reduktion von Schwarzwildbeständen an. Dazu gehörten finanzielle Anreize wie die kostenlose Trichinenuntersuchung sowie der Wegfall bürokratischer Hürden bei der Direktvermarktung von Wildbret.

So sollte es bundesweit möglich sein, dass Jäger mit lokalen Metzgern die Direktvermarktung von Wildbret ausbauen können. Zusätzlich fordert der DJV in einem 10-Punkte-Papier zur Wahl bundeseinheitlich praktikable Regelungen zum Einsatz von Nachtzieltechnik bei der Jagd auf Sauen.

Der DJV-Präsident ruft die Jäger auf, die Saujagd weiter zu intensivieren.

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