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RWJ 02/2020: Zur Entnahme von Hybriden und Problemwölfen

Bundesnaturschutzgesetz geändert

Die Bundesregierung will die Sorgen von Tierhaltern und Landbevölkerung ernst nehmen und verschärft deshalb das Bundesnaturschutzgesetz. Wolfshybriden und Problemwölfe sollen in Zukunft schneller aus der Wildbahn entnommen werden, damit die Schäden überschaubar bleiben.

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Der Bundestag hat kurz vor Weihnachten eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen, um Konflikte mit dem Wolf künftig besser lösen zu können. Die Entnahme, also der Abschuss, von Wolfshybriden und problematischen Wölfen soll damit in Zukunft erleichtert werden. Künftig soll auch die Möglichkeit bestehen, aus einem auffälligen Rudel notfalls mehrere Wölfe töten zu können, bis keine Nutztierrisse mehr stattfinden. Die örtlichen Jäger sollen in die Planungen mit einbezogen werden. DJV-Vizepräsident Helmut Dammann- Tamke sagte zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, mehr nicht. Weitere werden folgen müssen.“ Die Bundesländer haben durch die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes bessere Möglichkeiten, eigene Wolfsverordnungen für ein effektiveres Wolfsmanagement umzusetzen.

 

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat eine solche Änderung bereits angekündigt. Weiterhin fehlt allerdings ein bundesweites Managementkonzept für den Wolf, kritisiert der DJV. Bereits im Januar hat der DJV gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Forum Natur einen Handlungsvorschlag zum aktiven Management des Wolfes veröffentlicht. Demnach sollen beispielsweise Deiche oder urbane Gebiete in Deutschland Wolf-Ausschlussareale werden: Territoriale Wolfsrudel würden dort nicht geduldet. Die Konflikte mit Wölfen in Deutschland nehmen kontinuierlich zu. Allein die Schäden an Nutztieren sind von 2017 auf 2018 um 35 Prozent gestiegen. Nach Hochrechnungen des DJV anhand von wissenschaftlichen Zahlen werden im Frühsommer 2020 bereits 1 800 Wölfe in Deutschland leben – 35 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der Erhaltungszustand der Art ist nach Ansicht des DJV gesichert.

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