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Aus RWJ 01/2021

Aktuelles zur ASP

Seit dem ersten Fund einer an ASP verendeten Sau stieg in Brandenburg bis zum Redaktionsschluss die Zahl amtlich bestätigter Fälle auf 278. In Sachsen wurden zuletzt am 1. Dezember vier Fälle gemeldet, insgesamt wurde die ASP bei uns rund 300 Mal nachgewiesen.

 

 

Situation in Brandenburg

Brandenburg hebt sukzessive Nutzungsverbote auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen auf. Die Forstwirtschaft braucht nur noch eine Genehmigung zum Holzeinschlag mit großen Maschinen. Auch landwirtschaftliche Tätigkeiten werden erlaubt, wenn die Äcker vorher abgesucht werden. Nur die Aussaat von Roggen und Raps ist nicht erlaubt, da sonst wegen der Wuchshöhen die Fallwildsuche im Frühjahr behindert würde.

 

Die Ausbildung von Kadaverspürhunden übernimmt der LJV, v. a. in schwer zugängigen Gebieten seien Hunde unentbehrlich, so die Leiterin des Krisenstabs, Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer. Ausbildung und Ausrüstung der Hunde und Führer werden durch das Landwirtschaftsministerium unterstützt.

 


Situation in Sachsen

Zwar gab es seit dem 1. Dezember keine neuen positiven ASP-Funde, trotzdem weitete Sachsen die Restriktionszonen im Landkreis Görlitz aus. Das gefährdete Gebiet reicht nun unmittelbar bis an die Grenze zu Brandenburg und vergrößert sich auf etwa 157 km2, auch die Pufferzone wurde vergrößert. Wo Fallwildsuche und Zaunbau abgeschlossen sind, wird die Jagdruhe im gefährdeten Gebiet aufgehoben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist die Jagd auf alle Wildarten außer Sauen wieder erlaubt. Es gelten allerdings Einschränkungen: Drückund Stöberjagden bleiben untersagt. Die Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen bleibt grundsätzlich erlaubt, sofern sie nicht im Einzelfall untersagt wird. Dazu sollen die Sauen im gefährdeten Gebiet (rd. 1 200)durch ausgewählte beauftragte Jäger stark reduziert werden.

 

Die Jäger erhalten dafür je erlegter Sau eine Prämie von 150 €.


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