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RWJ 06/2015: Kaliber-Porträt

Kaliber .17 Hornet

Es gibt kaum eine schnelle .22er- Gewehrpatrone, die von US-Bastlern (Wildcater) nicht auf das Kaliber .17 (4,37 mm) eingezogen wurde. Gesucht wurde ein präzises, rückstoßarmes und flach schießendes Kaliber zur Varmint-Jagd. Die zerstörerische Wirkung der superschnellen Minigeschosse spielte bei der Entwicklung keine Rolle, da damit erlegtes Wild ja nicht gegessen wird.

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Das markant geformte Kunststoffmagazin nimmt 4 Patronen auf.

1950 brachte P. O. Ackley, einer der bekanntesten US-Munitionsexperten die .17 Ackley Hornet heraus, eine auf .17 eingezogene .22 Hornet, die als sehr ausgewogen galt.

 

2012 standardisierte die große Munitionsfirma Hornady dieses Kaliber nach CIP und brachte sie mit geringfügigen Änderungen als .17 Hornet heraus. Mit der .22 Hornet hat sie eine identische Hülsenlänge, während die .17 Ackley etwas länger war.

 

Damit wollte Hornady sicherstellen, dass sich wirklich alle .22 Hornet- Systeme und Magazine für das neue Kaliber verwenden lassen.

 

Doch Vorsicht – während der Höchstgasdruck (CIP) der .22 Hornet bei 3000 bar endet, wird die .17 Hornet mit 3 700 bar gelistet! Verstärkte Kleinkaliber-Systeme, wie sie für eine Hornet-Büchse schon mal gern eingesetzt werden, sind damit keine gute Wahl für einen Laufwechsel.

 

Fabrikpatronen gibts derzeit nur von Hornady in zwei Laborierungen, dem Wiederlader steht aber ein weites Betätigungsfeld offen, denn für die in den USA beliebte Kalibergruppe .17 gibts jede Menge Geschosse.

Kaliber .17 Hornet

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