Seite 1

RWJ 01/2017: Aufruf des LJV-Präsidenten an alle Inhaber von Jagdrevieren in NRW

Unterstützen Sie die neue „flächendeckende Einschätzung“ von Wildtierarten in NRW!

 

Sehr geehrte Revierinhaberinnen und Revierinhaber, liebe Jägerinnen und Jäger!

Die „flächendeckende Einschätzung“ im Frühjahr der Jahre 2006, 2009, 2011, 2013 und 2015, an der sich erfreulicherweise sehr viele NRW-Reviere beteiligten, hat zu sehr wichtigen Erkenntnissen zum Vorkommen und der regionalen Verbreitung von Wildtierarten geführt. Im Einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (einschließlich seiner Krankheiten), das Vorkommen von Grau- und Kanadagänsen, die Verbreitung der Neozoen Nilgans, Marderhund, Waschbär und Mink sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.

 

Die hochinteressanten Ergebnisse haben den DJV veranlasst, im Einvernehmen mit den jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2017 bundesweit erneut eine flächendeckende Einschätzung durchzuführen – und zwar als Erhebung zu Arten, die Sie im Fragebogen finden. Der Fragebogen ist in Bezug auf das Revier allgemein gehalten, sodass die Anonymität absolut gewahrt bleibt. Obwohl einzelne Sachfragen mit vorhandener Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung dieser Umfrage in der Repräsentativität, also im Idealfall mit der flächendeckenden Beteiligung aller Reviere.

 

Aus diesem Grunde bitte ich also alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber in NRW sehr herzlich, sich an dieser Aktion zur Unterstützung der jagdpolitischen Bemühungen des DJV zu beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der Sie ihn erhalten haben. Zur Klarstellung hebe ich hervor, dass durch diese Einschätzung die schon traditionellen WILD-Zählungen in Referenzrevieren nicht berührt werden, diese also (unabhängig von dieser Erhebung) auch weiter in Bezug auf Feldhasen und seine Prädatoren (Fuchs, Dachs, Krähe) von entscheidender Bedeutung sind.

 

Zugleich weise ich darauf hin, dass die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn (diese Umfrage wird seit 2016 durch den LJV im Rahmen des WILD-Projektes koordiniert und läuft über die unteren Jagdbehörden) grundsätzlich nicht berührt werden. Wenn das Rebhuhn in dieser „flächendeckenden Einschätzung“ trotzdem „abgefragt“ wird, dient dies dem sehr wichtigen Zweck, auch Erkenntnisse darüber zu bekommen, wie sich Rebhühner in Gebieten, die nicht jährlich erfasst werden, entwickeln. Der DJV ist in dieser Sache also auf die aktive Unterstützung der Revierinhaber dringend angewiesen. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie sich dafür ein wenig Zeit nehmen.

 

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe mit allen guten Wünschen für das neue Jahr.

 

Ralph Müller-Schallenberg

Präsident des Landesjagdverbandes NRW

Mehr zum Thema

Download

Der Fragebogen aus dem Rheinisch-Westfälischen Jäger Ausgabe 01/2017 steht Ihnen nachfolgend als kostenloser Download zur Verfügung.

RWJ_01/2017:_Fragebogen zur flächendeckenden Erfassung


Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.