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RWJ 10/2017: Hegering Volmarstein (EN)

Ein Vierteljahrhundert für den Naturschutz

Auf dem Landesjägertag in Gütersloh wurde der HR Vlotho (HF) mit dem Biotophegepreis 2017 ausgezeichnet. Vier Projekte bewarben sich. Im Rahmen einer kleinen Serie stellen wir die Projekte vor – hier die biotopverbessernden Maßnahmen und Naturschutzleistungen im Bereich des HR Volmarstein (EN).

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Über die Jahre investierten HR-Mitglieder Tausende Arbeitsstunden in die Pflege der Biotope.

Seit Anfang der 1990er Jahre engagiert sich der HR Volmarstein für die Verbesserung der Lebensräume heimischer Tier. Für Neuanlage, Erhalt und Pflege von Biotopen leisteten die Mitglieder unzählige, sich jährlich wiederholende Arbeitsstunden. So wurde immer wieder Adlerfarn aus Streuobstwiesen geräumt oder Pflege- u. Erziehungsschnitte an Obstbäumen vorgenommen. Immer wieder waren Freischnitte, Teichsäuberungen oder Nachpflanzungen, etwa in den Ruhrauen, notwendig.

 

Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden mit Unterstützung der Wildtier- und Biotopschutz-Stiftung NRW (vormals Veltins-Stiftung) und der unteren Naturschutzbehörde des Kreises, Pflanzen und Material im Wert von über 11 000 € gepflanzt bzw. verbaut. Konkret wurden zwischen 1991 und 2016 102 Obstbäume auf Streuobstwiesen mit einer Fläche von 11,6 ha im Wert von 5 062 € gepflanzt. 52 Kopfweiden aus selbstgezogenen Stecklingen wurden gepflanzt. Seit 1995 werden 104 Weiden regelmäßig bedarfsgerecht gescheitelt.

 

 

Hecken verbinden Biotope

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2011 wurde der Teich im Düsteren Siepen als Laichgewässer für Amphibien angelegt. Seitdem wird das Areal regelmäßig gepflegt.

Insgesamt wurden 520 m Schlehen und andere Gehölze für 1 620 € und 10 Obstbäume im Wert von 450 € gepflanzt. Zudem wurden Feldgehölze auf einer Fläche von 3 500 m² im Wert von 1 051 € angelegt. Darüber hinaus wurde 2011 auf einer 6 000 m² großen Nasswiese ein 150 m² großer Teich als Amphibien-Laichgewässer in einem Wert von 900 € angelegt. 2014 wurden an Straßen auf einer Länge von 3,6 km Wildwarnreflektoren im Wert von 835 € angebracht. Zur ersten Wiesenmahd wurden 2013/14 insgesamt 18 akustische Wildretter aus Selbstbausätzen im Wert von 360 € an Landwirte und Lohnunternehmer ausgegeben.

 

Der Harkortsee wurde mit dem Hinweis Enten füttern verboten beschildert. Zur Information für die Bevölkerung wurden 2001 und 2003 Info-Blätter in einer Auflage von 500 Stück verteilt. Auf Initiative des Hegerings legten Landwirte 54 Lerchenfenster an. Nach Kyrill hat man im Rahmen der Lokalen Agenda 21 1 000 Buchen gepflanzt.

 

 


Kampf dem Bärenklau

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Jedes Jahr organisiert der HR eine Müllsammelaktion, um die Natur von zentnerweise Unrat zu befreien.

In den vergangenen 15 Jahren haben die Jäger den gefährlichen Bärenklau jährlich auf gut fünf Hektar durch Schnittmaßnahmen bekämpft. Außerdem wurden Steinkauzröhren angebracht. Dazu kommt noch die jährliche Müllsammelaktion des Hegerings.

 

Beispielhaftes Engagement

 

Fazit: Das Projekt ist so erfolgreich, da sich Landwirte, Jagdpächter und die Mitglieder des Hegerings hervorragend ergänzen und unterstützen. Die beispielhaft aufgeführten Maßnahmen des Hegerings für den Biotop- und Artenschutz dienen zur Erhaltung und Sicherung vielfältiger Lebensräume für die Tierund Pflanzenwelt.

 

LJV NRW


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