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RWJ 06/2016: Zu: Mehr Hähne als Beschützer, RWJ 05/16

Hähne zu lange „wie immer“ bejagt

Ich bin Landwirt und Begehungsscheininhaber in Steinfurt. Seit 2015 beobachte ich eine Zunahme an Fasanen in unserem Revier. Auffällig war die hohe Zahl an Hennen mit Jungfasanen im Juni 2015 an Feldrändern und Wegen.

 

In diesem Frühjahr beobachte ich viele Hähne, die ein oder zwei Hennen „betreuen“. Man sieht diese Fasane in Ecken, in denen sie in den zurückliegenden Jahren nicht mehr vorkamen. Auch hört man in mehreren Revieren wieder Hähne rufen! Auch ich halte einen Hahn mit einer oder zwei Hennen für besser als mit mehr Hennen. In unserem und den Nachbarrevieren wurden in den letzten Jahren sehr wenige bis keine Füchse während der Baujagd erlegt.

 

Das nahmen wir zum Anlass, revierübergreifende Fuchsdrückjagden durchzuführen. Senfschläge und Brombeerdickungen wurden im Januar/ Februar gezielt bejagt. Diese Jagden brachten gute bis sehr gute Erfolge. Zuvor wurden Fuchsbauten kontrolliert und im Anschluss gedrückt. Meine Schlussfolgerungen sehen wie folgt aus. Als die Fasanenbestände zurückgingen, erkannten dies Jäger nicht rechtzeitig und bejagten Hähne wie „immer“. Als einige Reviere verhaltener jagten, war es zu spät. Zu diesem Zeitpunkt hätte man die Fasanenbejagung komplett einstellen müssen, aber einige Reviere zogen nicht mit, da – (O-Ton:) „Wir haben noch Hähne!“ Ich gebe Herrn Hecking-Veltmann vollkommen recht.

 

R. Millert, Steinfurt

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