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RWJ 01/2018: Öffentlichkeitsarbeit der KJS Münster

Taiwan trifft auf Münster

Im Rahmen einer Reihe über Kulinarik in Deutschland berichteten taiwanesische Fernsehjournalisten über Niederwildjagd im Münsterland. Offenbar erstaunt und fasziniert es die Bewohner des kleinen Inselstaates, dass manch Deutscher sein Essen selbst erlegt– ein Bericht über eine nicht alltägliche Treibjagd in Münster-Handorf.

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In Münster-Handorf begleitete ein taiwanesisches Kamerateam eine Treibjagd. Darüber berichtete wiederum der WDR. So zogen neben den gut 20 Jägern fast genauso viele Journalisten über die Felder. Fotos (5): J. Pantel

Nein – es handelt sich nicht um Fußball, sonst stünde dieser Artikel auch nicht in diesem RWJ. Vielmehr handelt es sich um den Besuch eines taiwanischen Fernsehteams bei der Kreisjägerschaft Münster im November 2017.

 

Wochen vorher bekamen wir seitens eines taiwanischen Fernsehsenders eine Anfrage, ob man mal bei einer Treibjagd dabei sein und das ganze Geschehen dokumentarisch festhalten dürfe. Na sicher, sagten wir uns, kein Problem. Aber: Warum begehrt ein Team eines taiwanischen Fernsehsenders einen Dreh über Treibjagd in Münster ? Der Sache musste auf den Grund gegangen werden. Bei einer Vorbesprechung verriet uns die Produzentin, man wolle einen Mehrteiler über Kulinarik in Deutschland drehen. Besonders spannend sei für Taiwaner, dass manche Deutsche ihr Essen selbst schießen, zubereiten und dann verspeisen. Als besonderen Wunsch äußerten unsere Gäste, eine Jagd auf Feldhasen filmen zu wollen. Diesem Wunsche kamen wir gern nach und führten im Osten Münsters eine lehrbuchmäßige Treibjagd durch.

 

Nun ist es für eine Jagdgesellschaft nicht üblich, von Kameras nebst Ton und Assistenz aus Fernost begleitet zu werden. Noch unüblicher ist es jedoch, wenn dieses Drehteam selbst noch von einem einheimischen Fernsehteam bei der Arbeit begleitet wird. So kam es, dass der WDR (Redaktion Lokalzeit Münsterland) das taiwanische Team filmte, während wiederum dieses uns bei der Jagdausübung dokumentarisch festhielt. Es entbehrte schon nicht einer gewissen Komik, wenn rund 20 Jäger von insgesamt fast einem Dutzend Fernsehleuten begleitet über heimische Ackerfurchen ziehen. Dieses bunte Treiben (um im Bilde zu bleiben) ließ auch den einen oder anderen Passanten neugierig werden. Bei schönstem Wetter hatten alle ihren Spaß an der Sache. Für die einen war es Arbeit, für uns Vergnügen pur. Nach Drehschluss klang der Abend dann zünftig (auch für unsere Gäste bei Speis und heimischem Trank) aus. Dieser Tag war für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis und gelebte Völkerverständigung.

 

Jens Müller

Obm. f. Öffentlichkeitsarbeit KJS Münster

 

Bildergalerie Taiwan trifft auf Münster

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