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Aus RWJ 09/2016

Projekt „Beratender Berufsjäger NRW“

Hintergrund: Moderne, zukunftsorientierte Wildbewirtschaftung erfordert eine revierübergreifende Bewirtschaftung und Bejagung von Wildbeständen. Hegegemeinschaften werden deshalb in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

 

Nach dem neuen Landesjagdgesetz haben sie für Schalenwild in NRW die Aufgabe, die Höhe des Wildbestandes zu ermitteln, gemeinsame Hegemaßnahmen durchzuführen, Abschusspläne, Fütterungsstandorte und Jagdmethodik aufeinander abzustimmen, auf die Erfüllung der Abschusspläne hinzuwirken und der Unteren Jagdbehörde Abschussnachweise zu erbringen. Großräumige Zusammenschlüsse von Revieren sollen gezielt gefördert werden. In NRW gibt es einige Gebiete, in denen Schalenwildbestände weiter kontinuierlich ansteigen, wodurch ein erhöhtes Wildschaden- und bei Sauen zusätzlich ein Seuchenrisiko besteht.

 

Inhalt: Im Rahmen des Pilotprojekts Berufsjäger im Davert-Hochwildring, das nach Ansicht des Umweltministeriums eine Vorbildfunktion für NRW erlangte, konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass sich Zusammenschlüsse von Revieren für Wild, seinen Lebensraum und die Jagd lohnen. Das Projekt Beratender Berufsjäger NRW soll diese Erkenntnisse und Erfahrungen allen Jägern in NRW zur Verfügung stellen. Ziel ist es, mit Unterstützung des Berufsjägers neue Hegegemeinschaften und Zusammenschlüsse zu gründen und bestehende Gemeinschaften von den Erfahrungen profitieren zu lassen. Letztere sollen „aus der Praxis für die Praxis“ weitergegeben werden, sodass erprobte Maßnahmen schnell und effektiv umgesetzt und weiterentwickelt werden können. Das Projekt läuft fünf Jahre (2016 – 2020) und wird zum Großteil aus Mitteln der Jagdabgabe finanziert. Für angeforderte Beratungsleistungen entstehen somit keine Kosten.

 

Zielgruppe: Bestehende Hegegemeinschaften, Hegeringe, Kreisjägerschaften oder Reviere, die sich zusammenschließen wollen, können in NRW künftig auf erfahrene, fachkundige Beratung und Unterstützung durch einen professionell ausgebildeten Berufsjäger zurückgreifen. Im Vordergrund steht dabei die Beratung der Jäger vor Ort im Hinblick auf eine zukunftsträchtige Wildbewirtschaftung und die Förderung und praktische Unterstützung von Hegegemeinschaften und Zusammenschlüssen.

 

Projektleitung: Wildmeister Peter Markett,

Ostdorfstr. 6,

59069 Hamm,

Tel. 0 23 81/54 06 88,

E-Mail: peter.markett@hamcom.biz

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