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Aus RWJ 12/2016

Neues, effektives Fang-System

Nach viermonatiger Umbau- und Modernisierungsphase eröffnete der Vorsitzende der KJS Warendorf, Dr. Hermann Hallermann den regional bedeutenden KJS-Schießstand am Butterpatt Ende Oktober wieder. Insgesamt 630 000 € nahm die Kreisjägerschaft für den zu 80 Prozent durch die Jagdabgabe finanzierten Umbau in die Hand.

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Keine Angst vor scharfen Waffen – die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann- Krass weihte den modernisierten Kugelstand am Butterpatt mit ihrem Probeschuss ein – mit im Bild Standaufsicht Heribert Wedeking, Dr. Erich Tertilt und Dr. Hermann Hallermann.

Wie Dr. Hallermann erklärte, seien davon 450 000 € auf die Baukosten entfallen, mit dem Restbetrag habe man den Grundstückskauf finanziert, um den 200 m betragenden Sicherheitsabstand rund um den Wurftaubenstand zu gewährleisten.

 

Der Kugel stand präsentiert sich jetzt perfekt ausgestattet für das Schießen mit bleifreier Munition. Die zahlreich installierten Tiefblenden, hinter denen 12 mm- Stahlplatten befestigt sind, garantieren, dass keine Kugel mehr die Bahn verlässt. „Wir haben jetzt einen hochmodernen Schießstand, der den neuen gesetzlichen Vorschriften angepasst ist. Es sieht super aus, wir sind alle glücklich, dass wir diesen Kraftakt gestemmt haben“, brachte Dr. Hallermann seine Freude über den erfolgreichen Abschluss des Projekts zum Ausdruck. Der Vorsitzende dankte neben seinen Vorstandskollegen Rechtsanwalt Dr. Till Elgethi (Wolter Hoppenberg), der die KJS sicher durch das Labyrinth des Vergabe- und Förderrechts gelotst habe. Weiterer Dank galt Schatzmeister Elmar Northus-Westarp, dem Meister der Zahlen sowie dem Architekten (plan.werk) André Heinrich, der für den Bau verantwortlich zeichnete. Zu den Gratulanten, die sich zur Wiedereröffnung versammelt hatten, zählten der stv. Bürgermeister Warendorfs, Dr. Erich Tertilt, sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass, mit der in der heißen Phase des ökologischen Jagdgesetzes mancher Kampf ausgefochten worden war. Dennoch zeigten sich Hallermann und Watermann-Krass dahingehend einig, dass bundesweit eine einheitliche Regelung zur Jagdmunition hermüsse. „Wir brauchen eine Ballistik mit optimaler Tötungswirkung bei minimalem Bleieintrag“, so Hallermann.

 

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Keine Kugel kann mehr die Bahn verlassen, dafür sorgen die zahlreichen an der Rückseite mit Stahl versehenen Sichtblenden.

Watermann-Krass äußerte sich positiv über erforderliche Schießnachweise. „Damit haben wir die richtige Entscheidung getroffen, es gibt uns die Möglichkeit, nun über gut ausgerüstete Schießstände zu verfügen.“ Mit einem Schuss auf den laufenden Keiler weihte die Abgeordnete den neuen Kugelstand nach Jägersart ein. Ferdinand Frhr. v. Korff, auf dessen Vater der Schießstand Butterpatt zurückgeht, übergab Dr. Hallermann die geschichtsträchtige „Schießstand-Akte“ als Geschenk.


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