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RWJ 09/2017: Kampf dem Unfalltod im Münsterland

Neue Reflektoren gegen Wildunfälle

Auf der Kreisstraße 40 zwischen Rinkerode (WAF) und Davensberg (COE) kommt es immer wieder zu Unfällen mit Rehen, Damwild und Sauen, jährlich verenden dort etwa 30 Stücke auf der Straße. Um die Wildunfallzahlen zu reduzieren, setzt Revierpächter Klaus Frölich auf ein ganzes Bündel an Maßnahmen.

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Die Rinkeroder Jäger K. Frölich, C. Außendorf, F. Ahland und C. Schulze Füchtling mit einem roten Warn-Dreibein und dem Duftzaun-Spray.

Rote Dreibeine bzw. Kreuze sollen die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen. Sie werden nach Wildunfällen für einige Wochen am Straßenrand aufgestellt und sollen die Verkehrsteilnehmer warnen. Außerdem soll die Straßenrandbepflanzung kurz halten werden. Wild wird durch verbesserte Reflektoren gewarnt – der Multi-Wildschutzwarner („Wildtier-Ampel“) ist eine Weiterentwicklung der weit verbreiteten blauen Halbrundreflektoren. Der spezielle Aufbau sorgt mit bis zu 156 Lichtblitzen je Einzelreflektor für hohe Wirksamkeit. Wild nimmt unterschiedliche Farbtöne als grell, sich laufend verändernd und in Bewegung wahr. Diese Technik hat in Brandenburg einen Innovationspreis erhalten, die Wildunfallzahlen gingen in einigen Gebieten drastisch zurück. Inzwischen wird das Produkt von Hagopur und Frankonia vertrieben (10 – 11 €). Nach behördlicher Genehmigung wurden die Reflektoren in den vergangenen Wochen angebracht. Außerdem wird ein „Duftzaun“ an den Reflektoren erprobt.

 

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Die neuen Reflektor, sollen das Wild von der Fahrbahn abhalten.

Durch Einsatz des patentierten Systems meidet Wild beim Überqueren durch Duft und Licht markierte Bereiche.Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen geplant – verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und in Zusammenarbeit mit den Geschwindigkeitsbeschränkungen und zusätzliche Warnschilder.

 

Beteiligt an den Maßnahmen sind alle Reviere des HR Rinkerode und alle Reviere an der Kreisstraße 40 zwischen Rinkerode und Davensberg. Sie kauften aus eigenen Mitteln 250 Multiwildschutzwarner und brachten sie nach Absprache mit den Behörden an Unfallschwerpunkten an. K. Frölich


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