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RWJ 10/2016: KJS Warendorf

Münsterländische Fallen-Exkursion

Rund um die Fangjagd gings auf einer Exkursion des HR Liesborn-Diestedde (WAF). Martin Kamphusmann führte 17 Jäger zu fünf Einrichtungen in unterschiedlichen Revieren. Dabei sammelten die Jäger Ideen für das eigene Revier und tauschten sich über Fallenstandorte, Fangmeldesysteme und Fallentypen aus.

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Bei einem interessanten Nachmittag tauschten sich Fallen-Profis – und solche, die es werden wollen – in münsterländischen Revieren aus.

Am Signalstab einer Kastenfalle wurde zusätzlich zur roten Markierung ein Reflektorband angebracht und lässt sich so mit einer Taschenlampe auf weite Entfernung auch im Dunkeln kontrollieren. Um die Qualität eines Standorts zu prüfen, stellte ein Jagdaufseher zunächst eine Kofferfalle auf. Nachdem er einige Waschbären und Füchse gefangen hatte, wurde eine aufwändige Betonrohrfalle eingegraben. Fast alle Fangeinrichtungen waren seitlich mit kleinen Zäunen als Zwangswechsel ausgestattet, um das Raubwild zur Falle zu führen.

 

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Eine überirdische Betonrohrfalle hatten zwei Revierinhaber großzügig eingemauert und mit einem Deckel sowie Schloss versehen. In diesem großen „Kasten“ können alle notwendigen Fangjagdutensilien untergebracht werden, wie Abfangkorb und Lockmittel. Erstaunlich war, dass die Jäger aus Liesborn-Diestedde ihre Fallen nur selten beköderten und trotzdem erfolgreich sind. Manchmal kommen synthetische Lockmittel zum Einsatz oder etwas Hundetrockenfutter und Trockenobst, berichteten die Waidmänner.


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Ein Jäger zeigte eine Betonrohrfalle, die er vor den Zugang eines Kunstbaus eingebaut hatte. So ist der Bau unabhängig von der Ausnahmegenehmigung für die Baujagd am Kunstbau nutzbar.


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