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RWJ 04/2017: HR Bad Lippspringe (PB)

Hochstift-Jäger stiften 210 Nistkästen

Den spürbaren Rückgang der Singvögel nahmen 180 Jäger des HR Bad Lippspringe/Marienloh zum Anlass, den Singvogelschutz zu intensivieren – und brachten in den Revieren 210 Nistkästen an geeigneten Stellen an !

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Die Jäger im HR Bad Lippspringe/Marienloh leisten mit 210 neuen ­Nisthilfen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in heimischen Revieren.

Um dem Rückgang der Singvogelpopulation entgegenzuwirken, bestellte Naturschutzobmann Heiner Strate kurzerhand 210 Nistkästen zur Ausbringung in den Revieren. Die Revierinhaber bringen diese an geeigneten Stellen an. Zuvor wurden die Singvogelhäuser noch verbessert – so wurden die Reinigungsklappen mit zusätzlichen Sperren gesichert, damit Waschbären und Marder sie nicht öffnen können. Die gelehrigen und im Hochstift massenhaft vorkommenden Räuber wissen nämlich genau, wie man Nistkästen aufschiebt und dahinter Jungvögel findet …

 

Dazu wurde ein Schriftzug aufgebracht, weil in der Vergangenheit Jäger- Nistkästen auch schon mit fremden Schriftzügen geschmückt wurden. Wichtig sind Nistkästen laut Hegeringleiter Wolfgang Klare wegen der nicht idealen Brut- und Futterbedingungen – und weil das ökologische Jagdgesetz von Umweltminister Remmel (Grüne) Fressfeinden der Singvögel zugutekommt. So wurde etwa die Jagd auf Krähen und andere Nesträuber eingeschränkt, die Fallenjagd auf Waschbär, Marder und Fuchs teilweise verboten oder durch Auflagen so erschwert, dass sie von vielen Jägern nicht mehr ausgeübt wird. Auch die Zahl verwilderter Katzen fernab von Ortschaften nimmt zu. Bei Hauskatzen, die von ihren Besitzern gefüttert und betreut werden, sieht Klare (selbst Katzenhalter) keine Probleme. Aber Tiere, die auf Wanderparkplätzen aus dem Auto geworfen wurden oder weggelaufen sind, stören das ökologische Gleichgewicht und speziell schutzlose Nester der Singvögel. Dieser Zusammenhang wird auch durch die viel diskutierte Katzensteuer kaum außer Kraft gesetzt.

 

Finanziert wurde diese aufwendige Aktion durch Hilfen aus dem Naturschutzbudget des Hegerings und private Spenden der Revierinhaber. Im Hegering Bad Lippspringe gibt es zahlreiche Maßnahmen dieser Art, so wurde erst kürzlich ein Feldgehölz gepflegt und Brachflächen als Kräuterwiese neu bestellt. Außerdem wurden an besonders gefährdeten Stellen blaue Wildwarnreflektoren an Straßenleitpfosten montiert, um Wildunfälle zu reduzieren.

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