Seite 1

RWJ 05/2017: Zum Tod von Prof. Dr. Fritz Kemper

Großer Mediziner und leidenschaftlicher Jäger

Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Fritz H. Kemper, langjähriger Hochschullehrer der Universität Münster und bis ins hohe Alter wissenschaftlich und publizistisch aktiv, war ein renommierter Toxikologe.

img003 id38725

Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Fritz H. Kemper.

Seine wissenschaftlichen Leistungen und die Mitarbeit in Medizinergremien würdigte die Bundesärztekammer 1998 mit der Paracelsus-Medaille, Bundespräsident Johannes Rau verlieh ihm 2002 das Große Verdienstkreuz mit Stern. Fritz Kemper studierte in seiner Geburtsstadt Köln und Bonn. Nach dem medizinischen Staatsexamen und der Promotion 1950 in Köln setzte er seine klinische Weiterbildung in Lüdenscheid und ab 1952 in Frankfurt fort. Nach Abschluss der Facharztweiterbildung in Innerer Medizin habilitierte sich Kemper am Pharmakologischen Institut der Universität Münster mit der Erforschung pharmakologischer Wirkungen von Arzneipflanzen und deren Inhaltsstoffen. 1969 wurde er auf den Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie berufen und übernahm 1970 die Leitung des Instituts.

 

Als langjähriges Mitglied im Präsidium des LJV NRW (1974 Präsident/Vizepräsident 1975-96) wurde Fritz Kemper auf dem Landesjägertag 2000 zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Sein zweiter Vorname Hubertus deutete schon früh seine spätere Leidenschaft für Jagd, Wild und Natur an. Bereits 1978 wurde Fritz Kemper mit dem DJV-Verdienst abzeichen in Gold ausgezeichnet, 1986 mit der LJV- Bläserverdienstnadel in Gold. 2004 wurde ihm für die Erforschung der Jagdmusik der DJV- Kulturpreis verliehen, mit dem Kultur-Werte des Waidwerks gefördert werden. Am 28 . März 2017 verstarb Fritz H. Kemper 90-jährig in Münster – wir bedauern zutiefst, mit ihm einen hoch engagierten und begeisterten Jäger verloren zu haben. Landesjagdverband NRW Kreisjäger schaft Münster.

Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.