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RWJ 10/2017: Tag der Jagd

Ein Fest für die ganze Familie

Auf der Landesgartenschau überzeugen die Paderborner Jäger mit Hörnerklang, Wildbret, Hunden und Falken – ein schönes Beispiel für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in der Mitte der Gesellschaft.

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Bei wunderbarem Sommerwetter zogen die Jäger Hunderte Besucher in ihren Bann. Foto: F. Höltmann

Schon am Haupteingang dringt der Klang zahlreicher Jagdhörner an die Ohren der Besucher. Unwillkürlich zieht es Junge und Alte auf die Adlerwiese in der Mitte des Landesgartenschaugeländes in Bad Lippspringe (PB). Viele Waidmänner haben den „Tag der Jagd“ bereits seit langer Zeit im Kalender stehen. Andere Besucher wissen nichts von dieser besonderen Attraktion am Sonntagmittag, sind aber positiv überrascht. Vorbei an prächtigen Blumenwiesen, Teichen, riesigen Kinderspiellandschaften und durch bewaldete, ruhigere Abschnitte gelangt man immer näher an den Schauplatz des Spektakels.

 

Plötzlich steht man auf einer fußballfeldgroßen von Bäumen umstandenen Freifläche voller Menschen. Bühne, Bratwurststand, die Rollende Waldschule und ein Getränkewagen ergänzen den Anblick. Fürst-Pless- und Parforcehörner blasen das „Sammeln der Jäger“ und die „Begrüßung“. Umringt von Jägern in grüner Kluft oder Tracht, Hundeführern und jungen Familien mit Kinderwagen fühlt man sich sofort wie auf einem Volksfest in der Heimat. Jeder gehört irgendwie dazu.

 

 

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Paderborn, Berthold Antpöhler, begrüßt bei strahlendem Sonnenschein jagende und nichtjagende Gäste. Kaum ein Sitzplatz ist noch frei, viele Gäste schieben ihre Stühle unter schattenspendende Bäume und lauschen DJV-Präsident Hartwig Fischer. Er hebt die Vorzüge heimischen Wildbrets hervor – gesund, artgerecht und einfach lecker und ermuntert Nichtjäger, einmal mit Jägern einen Morgenansitz zu verbringen: „Ein Sonnenaufgang über taunasser Wiese ist ein unvergessliches Erlebnis, das ich jedem wünsche“, motiviert Fischer.

 

LJV-Präsident Ralph Müller- Schallenberg betont, dass es Jägern um jede Kreatur in freier Wildbahn gehe und erinnert an leidvolle Auseinandersetzungen mit der abgewählten Landesregierung. Anschließend führt der Paderborner KJS-Geschäftsführer Claudius Rudolphi charmant und unterhaltsam durchs weitere Programm. KJS Brauchtums-Obmann Thomas Meyer erläutert Bedeutung und Funktion der Jagdsignale. Dazu führt er, musikalisch untermalt, durch einen klassischen Jagdtag – von der Begrüßung bis zum Halali. Da sich der Tag der Jagd in erster Linie an nichtjagende Besucher richtet, werden diese unterhaltsam über die Jagd aufgeklärt. So sollen sie positive Erinnerungen mit Jagd und Jägern verknüpfen. Erfreulicherweise trifft man auf dem Gelände viele junge Familien, die die Rollende Waldschule betrachten oder Wildwürstchen vom Grill probieren. Immer wieder werden Kinder spontan ins Programm einbezogen – sei es beim Ausprobieren eines Fürst-Pless-Horns oder der Vorstellung der Jagdhunderassen, die das Programm abrundet.

 

Dabei stellt Hunde-Obmann Dierk Buschmann Rassen und ihre Aufgaben vor und plaudert mit den Führern über die Arbeit. So stellt etwa Manfred Pechtl seinen BGS vor, mit dem er Nachsuchen durchführt und der Polizei nach Wildunfällen hilft. Fazit: Eine äußerst gelungene Öffentlichkeitsmaßnahme der KJS Paderborn, zu deren Erfolg zahlreiche ehrenamtliche Helfer im Hintergrund beigetragen haben. Sicher sind viele nichtjagende Besucher positiv überrascht nach Hause gefahren.

 

Felix Höltmann

 

 


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