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RWJ 07/2017: Leserbrief

Dumme NRW-Jäger?

Zu: Einfach rechnen und intensiv bejagen, RWJ 06/17

 

Was in anderen Bundesländern als zweckmäßig angesehen wird, ist in NRW verboten – sind Jäger in NRW dümmer als anderswo? Was spricht dagegen, aus einer Überläuferrotte ein Stück zu erlegen?

Briefkasten

Die Problematik „führend oder nicht“ bei einzeln ziehenden Stücken stellt sich nicht nur im Frühjahr/ Frühsommer, sondern während des ganzen Jahres. Da heißt es, im Zweifelsfall den Finger eben gerade zu lassen. Dass der Schwerpunkt bei der Bejagung auf der Jugendklasse liegen soll, steht außer Frage. Soll ein Bestand aber auf gleicher Höhe gehalten oder gar abgesenkt werden, muss zwangsläufig auch in die Oberklasse eingegriffen werden.

 

Das aufgeführte Rechenbeispiel zur Untermauerung der These hinkt – wenn sich bei einer Sollstrecke von 12 Stücken im Falle der Erlegung älterer Sauen anstelle von Frischlingen der Grundbestand verdoppelt, gilt das nur, wenn eben insgesamt nur acht und keine 12 Sauen erlegt werden. Liegt die rechnerische Gesamtstrecke wie gefordert bei 12, spielt es keine Rolle, wie sich diese zusammensetzt – tot ist tot. So bleibt NRW – wie aus der Tabelle unschwer abzulesen – Schlusslicht bei der Bejagung des Schwarzwildes. Die Schweinepest lässt grüßen.

 

J. B. Jonas, 53881 Euskirchen

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