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RWJ 02/2018: KJS Warendorf

206 Termine der Rollenden Waldschule im Jahr

Fast täglich ist Martin Sievers mittlerweile mit seinem Geländewagen und dem Anhänger der Rollenden Waldschule im Einsatz in Kindertagesstätten, Schulen, Seniorenheimen, bei Stadtfesten und sogar Kindergeburtstagen.

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Präparate und Pelze sind stets der Renner bei Schulkindern, die das Angebot der Rollenden Waldschule der KJS Warendorf wahrnehmen.

Die Rollende Waldschule der KJS Warendorf stellt eine unglaubliche Erfolgsgeschichte dar: Mit 206 Einsätzen allein im vergangenen Jahr setzt sie Maßstäbe, von denen andernorts nur geträumt werden kann. Ob Kindergarten, Grundschulen, Seniorenheime, Stadtfeste und sogar Kindergeburtstage – überall zeigt Martin Sievers, KJS-Geschäftsführer und Betreuer der Rollenden Waldschule, Flagge. Unermüdlich ist der Waidmann mit der Rollenden Waldschule im Kreis Warendorf unterwegs, um die Menschen für Wild und Fauna zu begeistern, ihnen Zusammenhänge von Wald und Natur näherzubringen. Dass ihm das bestens gelingt, beweisen die stetig steigenden Einsätze: Waren es vor der Umstellung der Waldschule noch 35 Einsätze im Jahr, ist die Zahl sprunghaft – von 156 vor vier Jahren auf 206 Termine allein im vergangenen Jahr gestiegen. Das ist jedoch nur mit Unterstützung weiterer Jäger zu stemmen. Diejenigen, die einmal einen Vor- oder Nachmittag mit der Rollenden Waldschule gebucht haben, kommen gern darauf zurück. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Martin Sievers Kompaktprogramme für viele Altersklassen anzubieten hat.

 

„Kindergartenkindern führe ich spielerisch an die Natur und den Wald heran, Grundschulkinder der Klassen zwei und vier bekommen aufeinander aufbauende Inhalte geboten und die Senioren zeigen sich sehr an den Tieren interessiert, die es früher in unseren Gefilden im Lebensraum Wald nicht gegeben hat“, so Sievers, der hier den aus Asien stammenden Marderhund, die Waschbären aus Nordamerika und die aus Südamerika stammenden Nutrias als Beispiele heranführt.

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Martin Sievers ist der Kopf der Rollenden Waldschule.

All diese Tiere und weitere einhundert Exemplare, die die Vielfalt der Waldbewohner widerspiegeln, hält Martin Sievers zur Ansicht im Waldschulanhänger parat. „Die Tiere sind bei jeder Rollenden Waldschule der Höhepunkt.“ Dementsprechend bilden sie bei den Terminen mit jüngeren Kindern auch stets den krönenden Abschluss. „Wenn ich die vorher zeigte, wäre es aus mit der Konzentration“, lacht Sievers. Der 58-Jährige führt die Rollende Waldschule der KJS, die er mit Heinz Heselmann auf den Weg gebracht hat, seit nunmehr sechs Jahren. Davor hat er neun Jahre seine eigene Waldschule betrieben. Ermüdungserscheinungen hat er nach eigenen Angaben trotz der zahlreichen Termine nicht. „Es ist immer wieder spannend, auf so viele verschiedene Menschen zu treffen.“

 

Besonders freue ihn auch, wenn er Kinder, die er vielleicht schon aus dem Kindergarten oder unteren Klassenstufen kennt, später wiedertrifft und merkt, dass doch einiges im Gedächtnis hängengeblieben ist. Dann weiß er wieder, warum er sich nahezu täglich in seinen Geländewagen begibt und mit der Rollenden Waldschule im Schlepptau durchs Kreisgebiet fährt. Im Jahr kommen so schnell an die 8 000 Kilometer zusammen. Besonders stark wird die Waldschule im Sommer und im Herbst nachgefragt. „Dann hat der Wald am meisten zu bieten, können die Teilnehmer die Natur am intensivsten erleben“, erläutert der Waidmann. Für ihn basiert das Erfolgsrezept der Rollenden Waldschule eindeutig darauf, dass die Kinder den Lebensraum Wald nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis mit allen Sinnen erleben können. Dr. Hermann Hallermann, KJS-Vorsitzender, weiß die Vorzüge der Rollenden Waldschule und Sievers’ Einsatz ebenfalls zu schätzen: „Die Rollende Waldschule ist ein absolutes Vorzeigeprojekt. Es ist die beste Arbeit, die wir vor Ort leisten können, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Natur und Jagd näherzubringen.“ Damit die Erfolgsgeschichte der Rollenden Waldschule auch in Zukunft weitergeschrieben werden kann, hat die Kreisjägerschaft Warendorf mit Fred Weber eigens einen Büroleiter engagiert, der den Geschäftsführer bei den administrativen Aufgaben entlastet.


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