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RWJ 10/2016: Interview

„Kostenlose Chance“

Zur Abwicklung der Revierberatung führten wir ein Gespräch mit Hendrik Specht, dem Hegebeauftragten der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft.

specht

Hendrik Specht, Hegebeauftragter der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft.

RWJ: Wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen, sind Sie selber Jäger?

 

H. Specht: Schon am Ende meines Studiums der Landschaftsökologie an der Uni Münster erfuhr ich vom geplanten Pilotprojekt zur Niederwildhege im Münster land. Da ich seit frühester Jugend selber hier jage, liegt mir die Hege unserer Niederwildarten sehr am Herzen. Die Möglichkeit, auf Revierebene konkrete Maßnahmen zur Biotopverbesserung gezielt vorzunehmen und deren Entwicklung und Wirkung auf Niederwild zu erleben, macht die Arbeit bei der Stiftung West fälische Kulturlandschaft für mich unglaublich wertvoll.

 

RWJ: Wie lange dauert es bis zu einer Rückmeldung, nachdem sich ein Revier mit dem dafür vorgesehenen Anmeldebogen bei der Stiftung Kulturlandschaft NRW beworben hat?

 

H. Specht: Über die Teilnahme entscheiden die Partner zweimal im Jahr. Die Reviere werden dann schnellstmöglich über Teilnahme oder Absage informiert. Bei Interesse ist es ebenfalls möglich, vor Einsendung des Revierinfo-Bogens (RIB) bei mir telefonisch weitere Informationen zum Projektverlauf zu erhalten – auch mit Laufzeiten und Fristen.

 

RWJ: Wie viel Zeit muss man für eine Revierbesichtigung vor Ort einplanen?

 

H. Specht: Teil meiner Arbeit in den Revieren ist die Kartierung aller Biotoptypen, was je nach Reviergröße einige Tage in Anspruch nehmen kann. Für eine erste Besichtigung reichen aber in der Regel einige Stunden.

 

RWJ: Entstehen dadurch Kosten für anfragende Niederwild-Reviere?

 

H. Specht: Nein – wird ein Revier ausgewählt, sind alle beratenden Tätigkeiten kostenlos!

 

RWJ: Worin sehen Sie den Mehrwert dieses Projektes?

 

H. Specht: Die Zusammenführung von naturschutzfachlichen Maßnahmen und landwirtschaftlichen Abläufen stellt ein hohes Potenzial in der Biotopgestaltung dar. Die Auswahl geeigneter Maßnahmen zusammen mit Landwirten sowie die Betreuung bei der Antragsstellung und Umsetzung sollen die Akzeptanz von ökologischen Maßnahmen fördern und für breitere Anwendung sorgen.

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