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RWJ 09/2016: Naturschutz und „Bird Control“

Junge Jäger besichtigen den Flughafen Köln-Bonn und die Wahner Heide

Vor den Toren von Köln liegt Gut Leidenhausen, Sitz der Kölner Jäger und ihres Haus des Waldes. Dort trafen sich Junge Jäger Anfang Juli zur Sommersitzung.

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Berufsjäger Ulf Muuß und die Gruppe der jungen Jäger.

Neben dem allgemeinen Erfahrungsaustausch zu Projekten und Zielen der Jugendarbeit bot sich den Teilnehmern ein höchst interessantes Rahmenprogramm. Bei einer Besichtigung des Flughafens Köln-Bonn konnten spannende Einblicke hinter die Kulissen gewonnen werden. Die Führung beleuchtete insbesondere die Jagd auf dem Flughafengelände. Berufsjäger Ulf Muuß führte die Teilnehmer durch sein rund 1 000 ha großes Revier mit Wäldern, Mooren, Trockenwiesen und großen Flächen mit wilden Orchideen. Hauptziel der Bejagung ist, größere Vögel fernzuhalten („bird control“), um den gefürchteten Vogelschlag bei Flugzeugen und damit eine Gefährdung des Luftverkehrs zu verhindern.

 

Jagd auf einem geschlossenen Flughafengelände stellt besondere Anforderungen und die Jungen Jäger erhielten anschauliche Einblicke in das Spannungsfeld effizienter Sicherung des Luftverkehrs und traditioneller Jagdausübung. Das Abendprogramm auf dem Gut mit Luftgewehrschießen im Laserkino und frischer Rehkeule aus dem „Smoker“ ließ keine Wünsche offen. Ein großer Dank gilt Grillchef Michael Kotula aus Olpe. Gegen Mitternacht leisteten die Teilnehmer noch unerwartet Bergehilfe, da im angrenzenden Rotwildgehege ein Baum umgestürzt war und neben einer Telefonleitung auch den Zaun des Geheges mit sich gerissen hatte. Mit vereinten Kräften konnte der Weg geräumt und der Wildzaun repariert werden. Mit Mitarbeitern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erfolgte am nächsten Tag eine Führung durch die Wahner Heide mit ihrem unvergleichlichen Artenreichtum. Die 5 000 ha große Wahner Heide gilt als artenreichstes Naturschutzgebiet in NRW. Es entstand aus einem ehemaligen Truppenübungsplatz und ist geprägt von einem abwechslungsreichen Landschaftsbild. Besonderes Highlight war der Besuch der Greifvogelstation, an der man Uhus und Greife aus nächster Nähe betrachten und sich mit dem Falkner austauschen konnte. Besonderer Dank für die Organisation eines unvergesslichen Wochenendes gilt stellvertretend für die Kölner Jägerschaft den jungen Jägern Kathrin Depka und Carsten Fischer.

 

 

Christian Kallenberg

„Beauftragter für Junge Jäger im LJV NRW“

 

 

Bildergalerie Flughafen Köln-Bonn und die Wahner Heide

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