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RWJ 04/2016: LJV-Justiziar plädiert für bundesweite Zulassung von Schalldämpfern

„Gehör von NRW-Jägern nicht weniger schutzwürdig“

Nachdem es in etlichen Bundesländern bereits eine Zulassung gäbe, sei es nun erforderlich, eine bundesweite Regelung zu finden.

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Hocheffektive Schalldämpfer gehören in Großbritannien, Skandinavien und vielen deutschen Bundes­ländern längst zur Alltagsausrüstung der Jäger – nur in NRW mauern die Behörden immer noch.

Es werde immer schwerer vermittelbar, weshalb aus Bayern oder Rheinland-Pfalz stammende Jagdgäste auch in NRW ihr Gehör durch Schalldämpfer schützen dürfen, heimischen Jägern dies aber weiter versagt bleiben soll, unterstrich der LJV-Justiziar – in Übereinstimmung mit Positionen von LJV und DJV. Es geht um ein kann, nicht um ein muss, Schalldämpfer zu verwenden.

Die Vorteile eines Schalldämpfers zur Jagdausübung seien vielfältig:

Neben dem Gehörschutz für Schützen und begleitende Jagdhunde ist laut Thies vor allem die Verminderung des Rückstoßes hervorzuheben, was zu besseren Trefferleistungen führe. Besonders das Argument, mit Gehörschutzkapseln könne das Ohr gleichwertig geschützt werden, sei eindeutig widerlegt.

Thies: „Selbst Gehörschutzkapseln mit elektronischer Verstärkung erschweren präzises Richtungshören, was in bestimmten Jagdsituationen wie bei Nachsuchen extrem wichtig sein kann. Sie sind daher Gehörschutz, der den Schussknall direkt an der Quelle, also an der Laufmündung, reduziert, in mehrfacher Hinsicht unterlegen.“

Thies zeigte sich optimistisch: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Waffenbehörden in NRW ihre ablehnende Haltung gegenüber Schalldämpfern für Jäger nicht mehr lange werden durchhalten können.“

 

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