Seite 1

RWJ 03/2017: Neue Regeln für Jagdreiseveranstalter auf der Jagd und Hund

Keine Gatter-Löwen in Halle 7

Die Dortmunder Jagd- Messe ist für die zahlreichen Jagdreise-Anbieter in Halle 7 bekannt. Mancher Jäger hat dort schon den Grundstein für die Erfüllung seiner jagdlichen Träume in fernen Ländern gelegt.

messe löwe 1 id32647

Wer einen Löwen-Abschuss für 7 000 € anbietet (hier auf Anweisung der Messe-Gesellschaft geschwärzt), greift sehr wahrscheinlich auf Gatter-Löwen zurück. Das ist jetzt in Dortmund verboten. Foto: F. Höltmann

Mittlerweile erkennen auch einige Naturschutzorganisationen den Beitrag der nachhaltigen Jagd zum Erhalt der Artenvielfalt an. Bedauerlicherweise wurden in Halle 7 von einigen wenigen Ausstellern auch Abschüsse von gezüchteten Gatter-Löwen angeboten.

 

Abschüsse sind keine Jagd

Für die meisten Jäger ein Graus und unter keinen Umständen waidgerecht. Daher kann diese Form des Abschusses auch nicht als Jagd bezeichnet werden. Da diese Praxis zudem auf alle Jäger zurückfällt, hat die Messe- Gesellschaft auf Initiative des LJV NRW ihre Statuten geändert, sodass in diesem Jahr zum ersten Mal keine Gatter-Löwen mehr angeboten werden durften. Und das Konzept hatte Erfolg! Die übergroße Mehrheit der Aussteller hielt sich an die Regeln. Wo im vergangenen Jahr noch Frankenstein- Zuchten prangten und recht unverhohlen Gatter-Löwen angeboten wurden, fanden sich in diesem Jahr fast ausschließlich seriöse Angebote. Jede Vorschrift ist nur wirksam, wenn sie kontrolliert und sanktioniert wird. Daher machten sich Testkäufer auf den Weg und überprüften die Angebote. Ein paar schwarze Schafe waren dann doch dabei, die im Anschluss von der Messe-Leitung, LJV-Pressesprecher Andreas Schneider und RWJ-Chefredakteur Matthias Kruse Besuch bekamen und gebeten wurden, ihre Angebote zu schwärzen. Ansonsten drohte den Veranstaltern die Schließung ihres Standes. Eine weitere Überprüfung zeigte, dass die Händler den Auflagen nachkamen.

Man kann insgesamt festhalten, dass die Messe in Dortmund mit gutem Vorbild vorangeht und unethischen Geschäften einen Riegel vorschiebt – damit das Ansehen der Jagd unter solchen Methoden nicht leidet und auch in Zukunft nachhaltig und waidgerecht in Afrika und auf anderen Kontinenten gejagt werden kann.

 

Felix Höltmann


Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.