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RWJ 11/2017: Editorial

Wild auf Wild

Der Herbst ist nicht nur die hohe Zeit der Jagd, sondern konsequenterweise auch der Wildgerichte. Jetzt dreht sich alles ums Wildbret. Als hochwer- tiges und natürliches Produkt steht es bei Verbrauchern oben auf der Ein- kaufsliste. Das Fleisch unserer heimischen Wildtiere ist hochaktuell, aber nicht nur aus Saisongründen.

Das Foto zeigt Ralph Müller-Schallenberg - Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW.

Wildfleisch bietet, was viele in der Küche und auf dem Teller suchen – es ist regional, frisch, natürlich und schmackhaft. Wildbret ist gesundes Fleisch, denn es ist fettarm, reich an Spurenelementen und Mineralstoffen. Und das Beste daran: Wir Jäger können es aus sicherem Ursprung liefern, sonst niemand.

 

Obwohl die Nachfrage nach heimischen Produkten steigt, wissen viele Ver- braucher und Liebhaber leckerer Gerichte nicht, wie sie an heimisches Wildbret kommen können bzw. wo man es kaufen kann. Der Landesjagdverband hat mit der Internet-Plattform „Wildgenuss-NRW” neue Möglichkeiten geschaffen. Dort werden Verbraucher und Jäger zusammengebracht:

Auf dem digitalen Marktplatz www.wildgenuss-nrw.de wird Wildfleisch ange- boten, das ausschließlich aus Nordrhein-Westfalen stammt. So wird der Wildbret- einkauf leicht gemacht. Selbstverständlich können sich Verbraucher auch direkt an einen Jäger vor Ort wenden. Gerade jetzt wird hier ein breites Spektrum an Wildfleisch angeboten.

 

Kochprofis, zu denen ich persönlich erst bei Tisch und Teller gehöre, schwören Stein und Bein, dass Wildfleisch in der Zubereitung nicht schwieriger ist als Hähnchen oder Rind, besonders da man es über Jäger ja bereits küchenfertig er- werben kann. Dass Hase, Ente, Taube oder Fasan, Reh, Wildschwein oder Hirsch alltagstauglich und nicht erst als Weihnachtsbraten auf den Tisch kommen können, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Rezepte gibt es jedenfalls genug.

 

Aus guten Gründen sollten wir vor allem unsere Sauen ordentlich vermarkten, denn angesichts der erhöhten Populationen können und müssen wir gerade dabei reichlich ernten. Da passt es hervorragend, dass dieses edle Fleisch für vielfältige Verwendung in der Küche besonders geeignet ist.

 

Vergessen wir aber auch nicht, dass wir mit unserem Angebot viel Positives für das Ansehen von Jagd und Jägern tun können. Bekanntlich geht die Liebe auch durch den Magen. Es wäre ja nicht das Schlechteste, wenn immer mehr „wild auf Wild” würden und die Liebe zur Jagd dadurch auch bei Nichtjägern, Hobbyköchen und Feinschmeckern weiter wächst.

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