Seite 1

RWJ 01/2018: Editorial

Frisch ans Werk beim neuen Jagdgesetz

Gute Nachrichten gibt es zum Jahresauftakt. Das für die Jagd zuständige NRWUmweltministerium hat für die erste Jahreshälfte 2018 einen Entwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes angekündigt.

Das Foto zeigt Ralph Müller-Schallenberg - Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes NRW.

Die Landesregierung von CDU und FDP macht also Ernst und zögert nicht. Manch einer erinnert sich noch an die Abschaffung der Jagdsteuer unter einer früheren Landesregierung. Sie war versprochen und kam auch, aber erst auf den letzten Metern und mit heftigen Geburtswehen. Nun geht es gleich zu Beginn der Legislaturperiode frisch ans Werk. Im Landesjagdbeirat haben wir Anfang Dezember bereits über die ersten Eckpunkte für das neue Landesjagdgesetz beraten. Im Mittelpunkt steht, was wir Jäger seit Verabschiedung des derzeit noch gültigen Landesjagdgesetzes seit 2015 vermissen – die Ausrichtung an der jagdlichen Praxis. Da gibt es in NRW die sattsam bekannten Defizite, die es zu beheben gilt.

 

Es liegt auch in unserem Interesse, alle Akteure in den Dialog einzubinden, wenn die neue Landesregierung handwerkliche Fehler im alten Landesjagdgesetz durch praxisnahe Entscheidungen und unter Beachtung naturschutzfachlicher und gesellschaftlicher Anforderungen so schnell wie möglich beheben will. Als eine erste Maßnahme wurde auf Empfehlung der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung die Bejagung des Fuchses am Kunstbau für die kommende Jagdsaison für ganz Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Die Intensivierung der Fuchsjagd ist insbesondere in den Gebieten erforderlich, in denen es sensible Bestände bodenbrütender Vogelarten gibt. Die Wende der Jagdpolitik kommt also weiter voran, das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen wieder vom Kopf auf die Füße. Wir wollen eine solide Jagdpolitik und ein modernes Landesjagdgesetz. Dafür treten wir auch in der Öffentlichkeit ein.

 

Denn wir leben, lieben und schützen die Natur nicht nur für uns, sondern für viele. Das wird in einem Film deutlich, der bereits für viel Aufsehen gesorgt hat. Auf Augenhöhe mit modernen Marken ist der Landesjagdverband NRW mit einem zeitgemäßen Imagefilm auf Sendung gegangen. Der emotionale 75-Sekunden-Spot bietet einen neuen Blickwinkel auf unsere Passion und unsere tiefe Beziehung zur Natur. Wir alle sind dem Schutz der Natur verpflichtet. Das gilt für uns Jäger ganz besonders, denn wir tragen für unsere Reviere Verantwortung. Mit dem Film wollen wir darauf aufmerksam machen, was uns im Innersten bewegt.

 

Die Drehorte liegen übrigens alle wirklich in Nordrhein-Westfalen. Und die Darsteller sind keine Schauspieler, sondern echte rheinische und westfälische Jäger und Jägerinnen.

 

 

rwj 0118 web

Titelbild: Agentur Saint Elmos.

Der LJV geht mit einem professionell produzierten Film in die Offensive. Damit soll die nichtjagende Bevölkerung gezielt in Online-Netzwerken angesprochen und über Ziele der Jagd informiert werden. Unbedingt im Internet ansehen – Gänsehaut garantiert!


Aktiv nur für Mitglieder!

Bitte melden Sie sich an, oder werden Sie Mitglied.