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RWJ 12/2017: DJV begrüßt Beschlüsse

Umweltminister diskutieren Wolfsfragen

Eine bessere Zusammenarbeit mit Polen und die Diskussion um den „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes prägten die Umweltministerkonferenz Mitte November. Vorausgegangen waren massive Unstimmigkeiten zum weiteren Vorgehen.

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Der DJV begrüßte, dass der Erhaltungszustand nun jährlich durch den Bund einzuschätzen ist. Darüber hinaus sollen bereits im ersten Quartal 2018 praxistaugliche Vergrämungsmöglichkeiten veröffentlicht werden – „seit Jahren eine unserer Hauptforderungen", so DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke.

 

Der DJV begrüßt die Intensivierung eines grenzüberschreitenden Monitorings und Managements mit Polen. Ungeachtet dessen weist der DJV auf eine aktuelle Expertise der TU Dresden hin, wonach die Population in Mitteleuropa in einem günstigen Erhaltungszustand sei. Aus Sicht des DJV ist der angestrebte einheitliche Umgang mit „verhaltens auffälligen“ Wölfen ebenfalls längst überfällig. Besonders deren Entnahme müsse rechtssicher und praktikabel sein.

 

Eine Habitatanalyse, so der Jagdverband, sei überflüssig, da sich gezeigt habe, dass der Wolf zum Kulturfolger werde, der sich längst jenseit von Truppenübungsplätzen Lebensraum suche, ohne Scheu zu zeigen. Entscheidend sei die Nahrungsverfügbarkeit (in weiten Teilen Deutschlands ausreichend) und geeignete Rückzugsgebiete.

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