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RWJ 03/2017: Deutscher Jagdverband wehrt sich gegen haltlose Anzeigen

Strafanzeige gegen PETA

Die Tierrechtsorganisation PETA hat 2016 bundesweit mindestens 16 Strafanzeigen gegen ordnungsgemäß durchgeführte Jagden gestellt. Die haltlose Begründung: Es läge kein vernünftiger Grund für die Jagd vor. In der Vergangenheit wurden solche Ermittlungsverfahren immer wieder eingestellt. Zu einer Anklage oder gar einer Verurteilung ist es nach Informationen des DJV nie gekommen.

 

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Revierübergreifende Drückjagden leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Wildbestände. Die Anzeigen von PETA entbehren jeglicher argumentativer Grundlage. Foto: DJV

Der Verband lässt sich dieses Vorgehen nicht länger gefallen und stellte Anfang Februar Strafanzeige. „Dieser reine PR-Gag von PETA beschäftigt regelmäßig und grundlos die Behörden. Die PETA-Anzeigen haben nur den Zweck, die legale Jagd und die Beteiligten in ein schlechtes Licht zu rücken“, erläuterte DJV-Präsidiumsmitglied Ralph Müller-Schallenberg. Jäger übernähmen wichtige, teils staatliche Aufgaben. Dazu gehörten die Prävention von Seuchen und Wildschäden sowie der Tier- und Artenschutz so Müller- Schallenberg.

 

DJV und LJV helfen ihren Mitgliedern im Falle einer Anzeige

Der DJV rät Jägern, sich bei PETA-Anzeigen mit allen rechtlichen Mitteln zu wehren. Betroffene könnten wegen Straftaten wie Verleumdung ebenfalls Anzeige erstatten und auf Unterlassung klagen. Bitte setzen Sie sich mit dem DJV oder dem LJV NRW in Verbindung, wenn Sie von Peta angezeigt wurden. PETA macht immer wieder mit fragwürdigen Aktionen auf sich aufmerksam. Ein juristisches Gutachten, das dem DJV vorliegt, kommt zu dem Schluss, dass eine Reihe von Punkten dafür spräche, dass die Geschäftsführung von PETA Deutschland das Gemeinützigkeitsprivileg verletze und Mittel satzungswidrig verwende.


Nicht gemeinnützig?

Führende Persönlichkeiten dieser Organisation seien in erster Instanz wegen Volksverhetzung verurteilt worden („wobei das Verfahren in zweiter Instanz wegen geringer Schuld eingestellt worden sei“). Sie behaupteten unter anderem, der militante Kampf für Tiere sei ein Eintreten für Gerechtigkeit; ein Leben habe immer mehr Wert als eine aufgebrochene Tür oder ein in Brand gesteckter Fleischlaster. Auch in den USA, dem Gründungsland, steht PETA ebenfalls in der Kritik. Die Behörde für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundesstaates Virginia hat Zahlen zum dortigen Tierheim der Tierrechtler veröffentlicht. Demnach werden jährlich bis zu 97 Prozent der aufgenommenen Haustiere getötet. Seit 1998 sollen bereits über 34 000 Haustiere getötet worden sein.


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