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RWJ 02/2017: Sozialversicherung

Jäger wollen mitreden

Viele Revierinhaber sind unzufrieden mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Der Austritt aus der SVLFG ist weiterhin Ziel der Jagdverbände.

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Solange das aber nicht erreicht ist, wollen DJV und Bayerischer Jagdverband innerhalb der Berufsgenossenschaft einige Punkte zum Wohl der Jäger verändern. Gelegenheit dazu bietet die Sozialwahl. DJV und BJV beteiligen sich daran mit einer eigenen Liste.

Neben der grundsätzlichen Frage der Rechtmäßigkeit der Zwangsmitgliedschaft gibt es weitere Aspekte. So mangelt es an Transparenz bei der Festlegung und Verwendung der Mitgliedsbeiträge. Leistungen werden häufig verweigert, wenn es sich bei Verletzten um Jagdhelfer oder Hundeführer handelt. Zudem bietet die Sozialversicherung kaum Präventionsleistungen für den Bereich der Jagd an.

 

Ziel der beiden Verbände ist jetzt, durch die Beteiligung an der Sozialwahl Vertreter der Jagd in den Gremien der SVLFG zu etablieren, um dadurch besseren Einfluss auf jagdrelevante Entscheidungen nehmen zu können. Unabhängig von der Sozialwahl fordert der DJV weiterhin das Ende der anachronistischen Zwangsmitgliedschaft der Jagden in der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Anfang Januar 2017 hat der Wahlausschuss der SVLFG die Liste zugelassen. Allerdings wurden DJV und BJV nicht als vorschlagsberechtigte Verbände anerkannt, so dass die Liste nicht „Liste Jagd“ heißen darf, sondern „Freie Liste Jordan, Piening, Schneider, Wunderatsch, Ruepp“.

Diese Entscheidung kritisiert Spitzenkandidat und DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Hans-Heinrich Jordan als undemokratisch und „Schlag ins Gesicht“ von weit mehr als 100 000 Revierinhabern und aller 370 000 Jäger in Deutschland und kündigte Beschwerde dagegen an. In diesen Tagen versendet die SVLFG an alle „Unternehmer“ Fragebögen zur Erstellung des Wählerverzeichnisses.

 

Bitte füllen Sie diesen Fragebogen unbedingt sorgfältig und korrekt aus und senden ihn innerhalb der angegebenen Frist an die SVLFG zurück!

Nur wer den Fragebogen vollständig ausgefüllt zurückschickt, darf im Mai an der Sozialwahl teilnehmen. Sie erfolgt als Briefwahl, auch Ehepartner sind wahlberechtigt und werden mit erfasst. In den meisten Pächtergemeinschaften ist nur ein Ansprechpartner bei der SVLFG benannt. Versichert (und damit wahlberechtigt) sind aber alle Mitpächter und deren Ehepartner! Daher ist es wichtig, dass in den vollständig ausgefüllten Fragebögen alle Mitpächter genannt werden.

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