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RWJ 08/2017: Merkwürdige Nachwuchs-Suche

Diffamierende Zoll-Werbung

Mit dem Slogan „Trophäenjäger- Jäger“ gesucht wirbt der Zoll um Nachwuchs und bedient damit übelste Klischees von der bösen Auslandsjagd. Dabei sollte der Behörde klar sein, dass Trophäen aus nachhaltiger Jagd eingeführt werden dürfen – und Auslandsjagd zur Artenvielfalt beiträgt.

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Die Internationale Weltnaturschutzunion IUCN hat nachhaltige Jagd bereits vor über 15 Jahren als eine Form des Natur- und Artenschutzes anerkannt. In der Realität sind es auch meist nicht jagende Urlauber, die Einfuhrvergehen begehen – mehr als 90 Prozent geschützter Tier- und Pflanzenarten, die vom Zoll beschlagnahmt wurden, sind Souvenirs, die Touristen von Auslandsreisen mit nach Deutschland bringen. DJV und der CIC wiesen den Zoll darauf hin, dass gelegentliche Beanstandungen bei Jägern in aller Regel harmlose Formfehler seien, etwa wenn ein Einfuhrdokument in Kopie, also nicht als Original vorgelegt werde.

 

Ziel der Kampagne für Nachwuchskräfte beim Zoll solle es sein, mit Vorurteilen zu brechen, erklärte der Präsident der Generalzolldirektion, Uwe Schröder: „Wir wollen vor allem zeigen, wie facettenreich und spannend unser Beruf ist und mit Klischees aufräumen.“ Das ging mit dem Plakat zur Werbung für Nachwuchskräfte völlig daneben, weil damit eben Jagdgegner-Klischees bedient werden, meinte DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe: „Deutschlands Jäger halten sich an Gesetze, wenn es um Jagdtourismus und die Einfuhr von Trophäen geht.

 

Es gilt eine Null-Toleranz-Politik – verstößt jemand gegen Artenschutzbestimmungen, kann er nicht auf Verständnis der organisierten Jägerschaft hoffen.“ Der Bundesfinanzminister wäre gut beraten, das Werbemotiv einzustampfen, so DJV und CIC.

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