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RWJ 11/2017: Eröffnung der LJV-Wildwochen auf der Nahrungs- und Genussmesse Anuga

Werben mit Wildschweinfleisch

Wildbret ist angesichts der Diskussion um gesunde Lebensmittel der perfekte Botschafter für die Jagd. Deshalb präsentiert sich der LJV mit diesem Ur-Produkt und seinen Botschaften rund um nachhaltige Jagd auf der weltgrößten Ernährungsmesse Anuga in Köln.

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LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg (l.) warb mit Kampagnen-Botschafterin Steffi Nerius und Klaus Hübenthal (Hauptgeschäftsführer DEHOGA NRW) öffentlichkeitswirksam für die Bedeutung heimischen Wildbrets. Fotos (4): F. Höltmann

Was für ein Gewusel! Männer in dunklen Anzügen und Frauen im Business-Kostüm drängen sich durch die riesigen Hallen und Gänge der Kölnmesse. An jedem Stand werden Köstlichkeiten aus allen Erdteilen feilgeboten. Käse aus Frankreich, Lamm aus Neuseeland, Wein aus Argentinien oder Rindfleisch aus den Vereinigten Staaten. Am liebsten würde man stehenbleiben und überall kleine Probierhappen kosten. Einkäufer großer Lebensmittelketten aus aller Herren Länder treffen auf Produzenten von Fleisch, Käse, Wein, Fisch, Brot, Obst, Gemüse und allen anderen alltäglichen und exotischen Nahrungsmitteln. Die Einkäufer sind auf der Suche nach hochwertigen Lebensmitteln und neuen Lieferanten. Die Hersteller wollen ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau bringen.

 

Mittendrin der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen mit seinem Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg. Mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bewirbt der Jägerpräsident heimisches Wildbret als gesunde, schmackhafte, nachhaltig gewonnene und ethisch vertretbare Alternative zu Fleisch aus konventioneller und selbst ökologischer Tierhaltung. Aktuell sind gesunde Ernährung und vertretbare Tierhaltung wichtige Themen gerade für junge Menschen in großen Städten. Der konventionellen Lebensmittelproduktion vertrauen viele Verbraucher nicht mehr. Außerdem gibt es einen Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Diese sich bietende Lücke kann und soll Wildbret besetzen.

 

 

Wildbret gebührt mehr Aufmerksamkeit

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Mettwurst und Schinken kamen gut an – die LJV-Gäste auf der Anuga wurden ausschließlich mit Wildbret von Sauen bewirtet. Damit soll auf die Vorzüge dieses Wildbrets und die noch stärkere Bejagung dieser Wildart hingewiesen werden.

Folgerichtig präsentierte der LJV das Produkt Wildbret auf der Anuga. Es ist mutig und richtig, in die Vollen und auf die große Messe zu gehen. Die Idee, bei einem frischen Wildbret-Mahl mit Journalisten ins Gespräch zu kommen, ging auf. Zwar war die Zahl der angereisten Journalisten überschaubar, aber es war eine Redakteurin des Deutschlandfunks vor Ort, die mit LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg über die Jagd und den Verzehr von Wildfleisch sprach. Der Jägerchef wies dabei darauf hin, dass angesichts von Wildschäden und drohen- der Afrikanischer Schweinepest derzeit vermehrt Sauen erlegt werden müssten.

 

 


Vermarktung über das Internet

Damit die Jäger Platz in ihren Truhen hätten, sollten die Kunden vermehr auf Wildschwein aus der Region zurückgreifen. Das könne über „Wildgenuss NRW“, die Online-Wildbret-Börse des LJV geschehen, die auf der Anuga einer breite- ren Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Auf dieser Online-Plattform können Jäger ihr Wildbret einer größeren Öffentlichkeit anbieten. Die Kunden finden einen guten Überblick über Angebote von Wildbret in ihrer Region. Damit finden sowohl Jäger, die erlegtes Wild vermarkten wollen, als auch Nicht-Jäger, die Wildbret erwerben wollen, einen Marktplatz für ihr Produkt. Es ist nur konsequent, heimischen Jägern eine solche Vermarktungsplattform zur Verfügung zu stellen, denn Wildbret ist einer der erfolgreichsten Sympathieträger der Jagd. Außerdem sprach die Radio-Redakteurin mit Tobias Rösel (Junge Jäger NRW) über seinen Weg zur Jagd und seine Faszination für Wild und Natur.

 

 


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Steffi Nerius wirbt für Wildbret

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Das Bild zeigt eine Variation der Wilden Stulle, wie sie den Gästen des LJV auf der Anuga gereicht wurde.

Mit der ehemaligen Speerwurf-Weltmeisterin und überzeugten Jägerin Steffi Nerius konnte der LJV wieder eine bekannte Botschafterin für das Wildbret gewinnen. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg betonte gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen DEHOGA- Hauptgeschäftsführer Klaus Hübenthal die Bedeutung heimischen Wildbrets für die Ernährung – auch über Festessen an Feiertagen hinaus.

 

 


Junge-Jäger-Kochbuch

Darüber hinaus stellten die Jungen Jäger ihr Kochbuch vor. Dafür hatte die Jugendorganisation des LJV ihre Mitglieder dazu aufgerufen, frische Rezept- Ideen einzureichen. Eine Auswahl dieser modernen Gerichte wird pünktlich zur Messe Jagd & und Hund Anfang Februar in Dortmund als Buch erscheinen, wer Alternativen zu Braten sucht, wird darin sicher fündig.

 


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Modern und traditionell – die Bläser des Kölner Hegerings Nord-West untermalten die Präsentation. Ihre Melodien warben weit über den LJV-Stand hinaus für leckeres Wildbret und erregten Aufmerksamkeit.

Felix Höltmann

Info: www.wildgenuss-nrw.de, www.ljv-nrw.de


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