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RWJ 05/2017: Das Jahr der Jäger zwischen Rhein und Weser

Viele Sorgen – und Erfolge

Mit dem nachfolgenden Jahresbericht 2016 bietet der Landesjagdverband NRW wieder die Gelegenheit, sich schnell über jagd- und verbandspolitisch relevante Vorgänge des abgelaufenen Jahres zu informieren. Der vollständige Bericht ist kostenlos abrufbar bei der LJV-Geschäftsstelle und unter www.ljv-nrw.de, einsehbar bei den Geschäftsstellen der Kreisjägerschaften und liegt beim Landesjägertag am 10. Juni in der Stadthalle Gütersloh aus.

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Der Landesjägertag 2016 in Aachen stand ganz im Zeichen des ungebrochenen Widerstandes gegen das Landesjagdgesetz.

Rund 600 Teilnehmer erlebten am Samstag, den 25. Juni, in Aachen einen inhaltlich kämpferischen Landesjägertag 2016, der einmal mehr verdeutlichte, dass Nordrhein-Westfalens Jäger sich auch zukünftig mit Verschlechterungen für den Tier-, Natur- und Artenschutz durch das rot-grüne Landesjagdgesetz und andere ideologisch motivierte Gesetzesvorhaben nicht abfinden werden. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg: „Wir brauchen neue Weichenstellungen für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen!“ Diese Haltung bekräftigte auch Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes, und betonte zugleich die Allianz im Aktionsbündnis Ländlicher Raum, mit der eine Politik für Land und Leute angestrebt wird. Ihre Zustimmung zur Politik der Jagdverbandsspitze bekundeten die Mitglieder mit den annähernd einstimmigen Wahlen des Präsidiums für die nächsten vier Jahre im Rahmen der anschließenden Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes.

 

 

Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW

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Im Oktober 2016 übergab die Spitze des Landesjagdverbandes im Düsseldorfer Landtag mehr als 117 000 geprüfte Unterschriften gegen das Landesjagdgesetz.

Die Volksinitiative für ein besseres Jagdrecht in NRW wurde im Herbst 2016 mit 117 601 Unterschriften äußerst erfolgreich abgeschlossen und zwang das nordrhein-westfälische Parlament, sich erneut mit dem Remmel-Werk zu befassen. In diesem Rahmen erhielt der Landesjagdverband Gelegenheit, das wenig demokratische Gesetzgebungsverfahren, besonders die nicht umfassende Beteiligung der Betroffenen, sowie eine diskreditierende Politik gegen den gesamten ländlichen Raum vor dem Umweltausschuss des Landtages anzuprangern. Beides hatte letztlich zur Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW geführt. Nach dem Landtagsbeschluss mit Mehrheit der Regierungsfraktionen, dem Anliegen der Volksinitiative nicht nachzukommen, zeigte sich der Landesjagdverband kämpferisch. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg: „Wir nehmen den Forderungskatalog der Volksinitiative nach der Landtagswahl am 14. Mai 2017 mit in die nächste Legislaturperiode!“

 

 


25 Jahre Lernort Natur

Seit 1991 begeistern Jäger und Naturliebhaber Jung und Alt mit der Initiative Lernort Natur, die hier in NRW ihre Erfolgsgeschichte begann. Das Jubiläum war während der Messe „Jagd & Hund 2016“ sowie auf weiteren Veranstaltungen des Jahres eines der zentralen Themen der Jägerschaft. Dazu zählten neben einem Malwettbewerb und verschiedenen Präsentationen auf der Messe „Jagd & Hund 2016“ und dem Landesjägertag 2016 ein kleiner Lernort-Natur-Festakt, der neue Lernort-Natur-Kalender 2017 und vorbereitende Arbeiten für die im Januar 2017 eingeführten Kinderseiten „RW-Junior“ im Rheinisch-Westfälischen Jäger.

 

 


Junge Jäger

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Zum Internationalen Treffen (erstmals mit dem Junioren-Cup) konnte der LJV in Buke Junge Jäger aus drei Nationen begrüßen.

Das Internationale Treffen der Jungen Jäger 2016 fand turnusgemäß in NRW statt und wurde gemeinsam mit dem Juniorencupschießen des LJV in Buke veranstaltet. Mittlerweile sind in fast allen Kreisjägerschaften Beauftragte für Junge Jäger etabliert und leisten hervorragende Arbeit.

 

 


Breitenarbeit im jagdlichen Schießen

Der NRW-Cup wurde als Bestandteil der Breitenarbeit im jagdlichen Schießen 2016 zum dritten Mal durchgeführt und hat sich etabliert. Erstmals wurde daneben auch ein „Jäger-Silvesterschießen“ zu Beginn des neuen Jagdjahres ausgerichtet, auch dies fand erfreulich großen Zuspruch.

 

 


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Landeswettbewerb im Jagdhornblasen 2016

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Beim Landesbläserwettbewerb in Siegen wurde der langjährige (zwischenzeitlich verstorbene) Landesbläser­obmann Josef Füchtenkord feierlich verabschiedet.

Am Oberen Schloss in Siegen fand am 18. und 19. Juni 2016 der 30. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Umrahmt von der wunderschönen Kulisse des Schlossparks und dank der hervorragenden Unterstützung der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein fanden über 1 500 Jagdhornbläserinnen und -bläser aus rund 120 Gruppen dort optimale Voraussetzungen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

 

 


Fortbildung

Auch 2016 wurde den Mitgliedern an den Fortbildungsstandorten (Hubertusheim Rheda-Wiedenbrück, Biotop- und Artenschutz-Zentrum Rheinberg, Jagdparcours Buke) ein umfangreiches und vielschichtiges Fortbildungsprogramm angeboten, darunter allein 63 Seminare. Alle aktuellen Termine unseres Fortbildungsprogramms können Sie jedem aktuellen RWJ und unserer Homepage (www.ljvnrw. de) im geschlossenen Bereich entnehmen.

 

 


Danksagung

Das Präsidium des Landesjagdverbandes NRW dankt den Vorständen der Kreisjägerschaften und Hegeringe sowie allen Obleuten und Sprecherinnen für ihr Engagement im vergangenen Jahr. Dieser Dank gilt auch allen anderen ehrenamtlich für das Jagdwesen Tätigen. Ohne diese ehrenamtliche Tätigkeit wären zahlreiche Erfolge in der Verbandsarbeit nicht möglich gewesen. Bitte unterstützen Sie uns auch im laufenden Jahr mit Ihren Ideen und Ihrem tatkräftigen Einsatz!

 

Landesjagdverband NRW


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