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RWJ 12/2017: Regulierung von Wolfs-Populationen

EU-Parlament nimmt Sorgen ernst

Das EU-Parlament hat Mitte November neue Empfehlungen zum Umgang mit dem Wolf ausgesprochen. „Wenn es um streng geschützte Konfliktarten wie den Wolf geht, haben Europaparlamentarier gezeigt, dass wir die Sorgen vieler Bürger im ländlichen Raum ernst nehmen“, begrüßt der CDU-Europaabgeordneter vom Niederrhein Karl-Heinz Florenz diese Positionierung.

 

Der Präsident der parlamentarischen „Intergruppe Jagd“ erklärte die Forderungen im Detail: „Die Koexistenz mit großen Beutegreifern wie dem Wolf ist in manchen Regionen schwierig, wenn die Population Größen erreicht, die für andere Arten und Nutztiere eine ernste Gefährdung darstellt. Daher sollte die Kommission rasch konkrete Maßnahmen zur Bewältigung dieser Probleme ergreifen. Wichtig ist auch, betroffene Landwirte, Landbesitzer, Jäger und Förster vor Ort mehr in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen und nicht über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.“

 

Die Neubewertung der Schutzbedürftigkeit des Wolfes begrüßt auch Markus Pieper (MdEP/Münsterland) ausdrücklich und wies auf aktuell vermehrte Vorfälle mit dem Wolf hin. So sei in Griechenland eine Wanderin von einem Rudel getötet worden, in Deutschland häufen sich Fälle gerissener Nutztiere. Pieper: „Der Ball liegt nun bei der Kommission und den Mitgliedsstaaten.“ Diese haben schon jetzt die nötige Flexibilität, den Wolf in seiner Schutzbedürftigkeit neu zu bewerten und auch über Abschusspläne zu regulieren. „Dies muss nun auch umgesetzt werden“, drängt Pieper.

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